„Bin ich am Ende vonne Welt und hab kein Auto und kein Geld, würd´ich zu Fuß zurück nach Bochum gehn´“ (Tana Schanzara)

Urlaub und Reise. Was ist das eigentlich? Ist es das glitzernde Meer, was sich in den Augen der liebsten spiegelt, die Weite und die farbenfrohe Pracht einer Landschaft- oder der Sand auf meiner Haut? Ist es das neue, das aufregende, die Entdeckung? Ja das ist es- und irgendwie auch nicht. Genau genommen kann man nämlich auch einen „Urlaub“ oder eine „Reise“ daheim verbringen.

Die Rede ist nicht von „Balkonien“ und der öden, tristen Lethargie des Alltags. Seht das jetzt nicht falsch: Ich liebe das Meer, die Sonne, die anderen Menschen und meist wunderschönen Orte der Welt.

Ich geh gern nach fern- aber ohne weh

Aber warum muss man dafür immer weit weg reisen? Sich im Smog des großen New-Yorks durch den Spätabend-Traffic quälen, in den stickigen Berliner U-Bahn von einem Sight-Seeing zum anderen jagen? Und nicht für jeden ist die Suchanfrage nach schönen Restaurants Wien , wo man die Society sowie das Nachtleben grandios genießen kann, das Maß aller Dinge.

Wie Ihr seht ist Urlaub und das Reisen an sich für jeden Menschen relativ. Jeder entspannt sind anders. Der eine ist gerne aktiv- der andere „chillt“ lieber eine gepflegte Runde auf einer Liege am Swimming Pool mit einem Cocktail in der Hand. Ich für meinen Teil kann verreisen- und dabei zu Hause sein!

Das hier meine lieben ist ein Artikel über das „zu Hause sein“…

Wie das geht? Zum Beispiel einmal mit offenen Augen durch die eigene Heimatstadt laufen. Und nicht nur mit offenen-sondern mit anderen, sehr bewußten und konzentrierten Augen auf die kleinen Dinge des Lebens, die sich da bieten. Läuft man mit Scheuklappen durch die Einkaufsstraßen oder kleinen Gassen der Stadt, bekommt man nämlich nichts vom „Zauber der kleinen Dinge“ mit.

Eine kleine Geschichte dazu:

Ich hätte den kleinen, seifenblasenden, bärigen Genossen kaum bemerkt. Genau dieser sitzt nämlich friedlich und ganz ruhig über einem Spielzeugladen bei uns in Bochum. Ok- zur Zeit nicht- denn er hat kein natürliches Winterfell (ist ja nur ein Stofftier).

Jener hebt aber- wenn er einmal in Aktion ist- voll-automatisiert alle 10 Sekunden den bärigen Arm und bläst genüßlich Seifenblasen auf die darunter herziehenden Passanten. Von vielen überhaupt nicht wahrgenommen- und genau das meine ich mit den Augen für die kleinen Dinge um einen herum. Sein Name ist übrigens Pustefix.

Bewußt essen gehört ebenfalls zum Urlaub daheim dazu

Nur bei uns gibt es die allerbeste Currywurst- und nein es ist nicht die von McDonalds, sondern die Dönninghaus– für die andere allein schon an-reisen würden zu uns! Sie ist so gut, dass sie sogar ein Export-Schlager bis nach Shanghai geworden ist.

Und ich bin ehrlich: Wenn ich mal aus Bochum rauskomme und andere Luft atme- dann ist es nach ein paar Wochen immer wieder das gleiche! Insofern das gleiche, dass es- egal wie schön rein, klar und besonders die Luft woanders war- man immer wieder Sehnsucht nach der dreckigen Ruhrgebiets- und Pottluft bekommt…

In dem Sinne: Auf das Leben, auf die Reisen daheim & die verborgenen Schätze die genau hier bei uns liegen- für die man nicht meilenweit verreisen muss!

Schönen Dienstag Abend wünscht Euch das Freizeitcafe