April 16, 2013

Schönen Dienstag liebe Freizeitcafe-Leser. Auch wenn uns gestern an diesem Sonnentag doch letztendlich der Regen wieder vieles vereitelte (Grillabende im freien etc.) sind wir heute wieder frohen Mutes, dass die Temperaturen weiter steigen & die Sonne bleibt. Bei einer öffentlichen Person momentan bin ich nicht mehr so ganz frohen Mutes; ich empfinde das gesamte Verhalten sogar höchst assozial anderen Menschen gegenüber… die Rede ist von Justin Bieber, der derzeit zu Recht so einige Social-Media- Shitstorms dort draußen erntet.

Normalerweise tangiert mich dieser Mensch überhaupt nicht, ich bin ja auch nicht seine Zielgruppe – aber was er da zur Zeit mit anderen Menschen/seinen eigenen Fans abzieht sollte sicher auch einige von Euch interessieren und in Schockzustand versetzen…

Wo fange ich da mal an? Es gibt so vieles. Achja genau: Justin Biber hatte ein Äffchen…

Ein süßes Haus-Äffchen namens Mally. Dass sich bei privater Affenhaltung (auf Welt-Tournee war jener immer dabei) schon die Geister streiten ist hier nicht das Thema- das ist Sache des Tierschutzes. Und auch dass viele ihn deshalb schon und wohl eher wegen seinem außergewöhnlich- (-reichen)- Lebenstil mit dem King of Pop Michael Jackson verglichen – ist ein Kuriosum, über welches ich mal müde hinweg-lächel. Einen Bubi mit dem King of Pop nur wegen eines Affen zu vergleichen- mir fehlen die Worte….

Bibers Affe jedenfalls kam nicht durch die Zollkontrolle in München- er hatte keine tierseuchen- und artenschutzrechtliche Ausweis-Papiere dabei. Schwupps die Wupps machte der Affe den Abgang ins Tierheim. Dass der Affe ein Baby ist und im ersten Jahr unbedingt Kontakt zu gleichartigen Affen/ dem Muttertier haben muss ist Biber bislang genauso egal wie die Abholung aus dem Tierheim selbst. Wahrscheinlich sind “wir deutschen” wohl auch noch Schuld an dem Schlamassel in seinen Augen- wozu braucht man schon Papiere wenn man so reich ist?

Der Stadt München entstehen unterdessen immense Kosten für Affenunterbringung/Ganztagspflege uvm. bezüglich des Affen. Biber erwartet wohl demnächst ein saftiger Bußgeldbescheid. Er hat es ja- aber muss soetwas sein? Affe weg- na und? Bislang hat sich keiner diesbezüglich in Richtung des Tierheimes bewegt & im Tierheim gibt man sich neben dem erhöhten Personalaufwand einfach nur ratlos. Soviel zur “Affenliebe.”

Diese kleine Affengeschichte ist natürlich nicht alles – weinende und sehr enttäuschte Fans sollten aber “alles” für Biber sein

Sind sie aber nicht. Er spielte lieber Tischtennis statt seinen Auftritt für die wartenden Teenies in Dortmund abzuleisten.  Ordner sagten aus,  dass er jenes Tischtennisspiel verloren- und anschließend in seinem Tourbus geschmollt hatte. Er hatte sich lediglich deshalb seinem Auftritt verweigert. Er dachte hierbei nicht unbedingt weiter: Denn mehr als 2 Stunden später standen bereits die Eltern der U-16 Fans auf der Matte zur Abholung.  Den “kleinen”, die bis zu 370€ Taschengeld für ein Ticket aufbringen mussten war dies natürlich zuviel: Ein Tränenbad – und das wo sie sich seit gefühlten “jungen Ewigkeiten” so sehr auf Ihr “Idol” gefreut hatten. Sie mussten enttäuscht von einer “Ikone” mit ihren Eltern nach Hause gehen & bekamen die Ticketkosten erstattet. Dann gegen 22 Uhr bequemte sich der Superstar dann doch mal auf die Bühne- für sehr viele kleine arme Seelen einfach nur zu spät.

Fan-Pflege sieht anders aus, oder? Weitsicht ebenso. Und alleine der Preis ist schon eine Frechheit, oder? Nur mal zum Vergleich: Für den echten (!) Michael Jackson im Gelsenkirchener Parkstadion habe ich 1997 knappe 75 DM ausgegeben- und ich hatte mit Sicherheit ein weitaus schöneres und pünktlicheres Erlebnis, welches ewig in meiner Erinnerung haften bleibt.

Wenn Ihr glaubt, dass dies jetzt alles war- weit gefehlt: Ein Gästebuch-Eintrag im Anne-Frank-Haus macht sehr viele Menschen wütend :

“Wirklich inspirierend, hierherzukommen. Anne war ein tolles Mädchen. Hoffentlich wäre sie ein Bieber-Fan gewesen”

Lasst diesen Satz bitte einmal auf Euch wirken. Dies haben auch sehr viele andere Menschen bereits getan & sich dazu geäußert. Es hagelte Kommentare wie:

“Glaubst du nicht, dass sie schon genug gelitten hat?”

oder

“Was für ein nerviger Rotzbengel”

Bislang sind mehr als 2.000 regelrechte- Hass- Kommentare zu diesem Posting eingegangen. Muss soetwas sein Herr Bieber? Das Museum unterdessen hat dem Megastar etwas Schützenhilfe gegeben:  So veröffentlichte man, um dem Star weitere Peinlichkeiten zu ersparen (ist ja schließlich auch PR für das Anne Frank Haus selbst) auf der Twitter-Seite nur den ersten Teil des Kommentars, der mit “Anne war ein tolles Mädchen” endet wie Ihr hier sehen könnt:

Sogar die Pressestelle des Museums meldete sich in Anbetracht dieses riesigen Shitstorms zu Wort, indem es Mitleid mit Bieber zu haben schien:

“Er ist 19. Er führt ein merkwürdiges Leben. Es war nicht sehr vernünftig von ihm, aber er hat es nicht böse gemeint.”

Mein Fazit: Wollen wir das alles mal so stehen lassen. Ich hoffe, dass sich entwicklungstechnisch mal etwas tut bei diesem Menschen. Er sollte seiner Reichweite und Vorbildfunktion für viele in der Zukunft bewußt & besser gerecht werden- egal welcher Druck auf ihm lastet; solche Fehler sollten nicht passieren. Was meint Ihr?

​Über den Autor

Christian Gera

​Ich blogge seit 2011 und bin bekannter ​Berufsblogger sowie Influencer, Hörbuchsprecher, Onlinedozent, Schriftsteller,Digitaler Produkte-Erschaffer&Onlinemarketing-Netzwerker. Mit Gemeinsam Wachsen habe ich eine Onlinemarketing Lernplattform aufgebaut, sowie mit Bloggerinterview.com die größte, automatisierte Interviewplattform gegründet.  Ich freue mich auf Ihre Anfrage- eine Leistungsübersicht finden Sie hier auf der Startseite.

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  1. Hallo,

    ich bin gerade auf Ihren Artikel gestoßen und wollte auch einmal meinen Kommentar dazu abgeben.
    Erst einmal gibt es von mir zwei Daumen für Ihren Text. Ich beschäftige mich sonst gar nicht mit diesem Teenie-Star, aber allein Ihre Infos reichen mir aus, um mir Bestätigung zu geben.

    Natürlich ist das ganze sehr große Promotion für ihn – ganz nach dem Motto “Auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit”. Sehr schade, wie ich finde.
    Um es nicht zu lang zu machen: Ich würde Ihren Text, so wie er ist, unterschreiben.

    Hinzufügen möchte ich nur, dass ich gerade mal ein Jahr älter als der Herr Bieber bin und das Alter somit für mich kein Argument ist, so einen Müll zu verzapfen.
    Da ich mich selbst sehr viel mit dem Fall Anne Frank beschäftigt habe, geht mir die ganze Aktion sehr nah, weil ich so etwas absolut nicht Taktvolles nicht nachvollziehen kann.

    Nur als Hinweis am Rande:
    Ich bin auch schon auf einige Kommentare [bei Spiegel online] gestoßen, in denen Kommentatoren äußerten, dass es nicht unwahrscheinlich wäre, dass Anne Frank tatsächlich ein “belieber” hätte werden können, hätte sie heute gelebt.
    Ich würde mich über eine Äußerung dazu von Ihnen sehr freuen.

    Liebe Grüße
    Neko

    Reply

    1. Hallo Neko, vielen Dank für das Lob- das freut uns sehr hier im Freizeitcafe. Ihr Hinweis ist sehr interessannt; dazu müsste ich mich einlesen um mehr “mögliches” für ein späteres Leben der Anne Frank aussagen zu können. Da sind Sie wohl mehr belesen wie ich Ihrem Kommentar entnehme (auch wenn ich selbst schon im Anne Frank Haus war). Leider ist es bei der Tragik um die Person Anne Frank allerdings ein Wagnis sich so zu äußern; mich wundert, dass Justin da keinen “gescheiten” Berater anhand hat. Liebe Grüße & danke nochmals für Ihren tollen Kommentar- lesen sie wieder bei uns rein.

      Reply

  2. Ich muss sagen, dass Justin Bieber wirklich nur noch mit negativen Schlagzeilen auffällt.
    Das Schlimmste finde ich jedoch wirklich, dass er seine Fans hat warten lassen – die Fans, die ihm das alles ermöglicht haben. Ohne Fans wäre niemand ein Star geworden, oder? Das ist einfach nur frech und total egoistisch, was er da abzieht.
    Ich kann mir auch wirklich gut vorstellen, wie er schmollend im Tourbus saß, oft sieht man in ihm nur einen kleinen Jungen, der fast ohne Regeln leben durfte. Das bekommt keinem auf Dauer gut.
    Liebe Grüße

    Reply

  3. Sehr aufschlussreicher Artikel. Vielen Dank dafür.

    Normalerweise tangiert mich dieser Knabe auch nicht. Nur die gestrige Auto-Radiomeldung (!) über seinen Kommentar zu Anne Frank hat mich dermaßen zum Schlucken gebracht, dass ich beim Linksabbiegen fast einen armen Motorradfahrer umgesemmelt hätte …

    Ich glaube, dass dieser Mensch nicht sehr alt wird. (Der Bieber! Nicht der Biker! Der möge lange, glücklich und gesund fern von meinen Fahrstrecken leben!) In mehrfacher Hinsicht. Wenn er so weiter macht, insbesondere, was die Behandlung seiner Fans angeht (hier möchte ich mich meiner Vorschreiberin anschließen), dann wird der früher oder später abgeschossen und einfach ersetzt. Das halte ich für nicht besonders schwierig.

    Und im Anschluss daran – befürchte ich, denn das wünsche ich niemandem – wird er wohl ein Mitglied des berüchtigten “27 Club” werden. Sofern er die Auswirkungen seines viel zu frühen Ruhms überhaupt so lange übersteht.

    Eltern! Lasst Eure Söhne und Töchter doch Kinder sein! Dazu haben sie ohnehin nur für kurze Zeit Gelegenheit! Und verheizt sie nicht in irgend einem Show Business, bloß weil sie süß sind und ein paar Töne treffen!

    LLAP

    Reply

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