April 5, 2016

modeblogger

Modeblogger und Beautyblogger/innen – sind das eigentlich nur billige PR- Lemminge? Ihr lieben, dieser Artikel hier wird sicher unter Modeblogger /innen sowie Beautybloggerinnen eine Menge Zündstoff hervorrufen- soll er doch! 🙂 Es steckt eine Menge Wahrheitsgehalt über Beautyblogger darin! Ich freue mich sehr über Eure Stimmen dazu!

Jener ist übrigens ein Gastbeitrag von Lucie Gremmler, welcher im tollen frauenpanorama-Magazin von Linda Tabea Vehlen zuerst veröffentlicht wurde. Der Artikel nun auch hier ist genehmigt 😉

Los gehts… ich erwarte Eure Kritiken hier im Blog dazu!…

Gestern Nachmittag – ich wollte nur eben noch ein Haarshampoo kaufen. Meine Tante wartete im Auto, wir waren den ganzen Tag unterwegs, nun sollte es nach Hause gehen. Letzte Station Einkaufscenter…

Ich sprang also rasch in einen großen Drogeriemarkt, um meine Haarwäsche zu besorgen.

Da ich keine bestimmte Marke habe und mir das auch nicht wichtig ist, wollte ich einfach nur zugreifen, zur Kasse, und wieder raus. Das war jedoch unmöglich, denn ein „normales“ Shampoo war zunächst gar nicht zu sehen. Stattdessen meterlange Reihen von Shampoo-Produkten, die mit allerlei exotischem Krimskrams aufwarteten und in vielen schrillen Farben nach Kunden „schrien“.

Wahrscheinlich fällt einem so was nur auf, wenn man es eilig hat.

Ganz ehrlich: in dem Moment, in dem ich in ebendieser Eile war, ertappte ich mich dabei, mir – ganz kurz nur – die DDR zurück zu wünschen. Da wäre ich nämlich längst schon wieder aus dem Laden raus, hätte meine Haarwäsche und gut.

Aber hier, in dem riesigen Labyrinth des Überangebotes, verschwendete ich wertvolle Lebenszeit, damit, mich – auf dem Weg zum stinknormalen Shampoo – durch -zig  Sorten von Haarshampoos arbeiten zu müssen,  die kein Mensch braucht…

Kosmetikbloggerinnen und der SinnBildquelle: CCO Public Domain via pixabay by 1103997

Warum kann es nicht drei Sorten geben und gut ist es? Wer braucht Zusätze mit Papaya, mit Pfirsich oder Kokos? Reichte nicht ein ganz normales Shampoo, vielleicht noch eines für Kinder und meinetwegen eines für Schuppen-Geplagte?

Wo bitte soll all dieses verdammte Plastik, mit dem das Produkt umhüllt ist, jemals abgebaut werden? Und – wann? Im übernächsten Leben? Außerdem: wer weiß schon wirklich, was drin ist, in all den idiotischen Zusätzen, die vielleicht am Ende noch unverträglich oder – im schlimmsten Falle – gesundheitsschädlich sind!

Das trifft prinzipiell auf Kosmetikprodukte aller Art zu – zumindest für die weibliche Zielgruppe.

60 neue Lipgloss pro Saison sind keine Seltenheit! Auch hier wird mit verschiedensten Zusätzen geworben – von Erdbeere über Zitrone bis Kirschgeschmack, alles dabei! DAS kann nicht gesund sein! ….

Dasselbe Spiel mit Lotions für den Körper – der geneigten Konsumentin werden meterlange Regalreihen präsentiert, aus der sie sich die Bodycreme ihrer Wahl ziehen kann. Freilich spielen auch hier die verschiedensten Specials eine Rolle. Kaum eine Creme, die pur auskommt,  angepriesen werden zumeist Produkte mit Zusätzen aus karibischen Ländern, die – angeblich veredelnd – beigegeben wurden.

Das meiste allerdings dürfte aus dem Chemielabor stammen und keineswegs aus der „karibischen Frische“!

Ich selbst habe mir aus derlei Produkten nie viel gemacht – ich nutze die normalen Grund-Hygiene-Artikel, eine preiswerte Gesichtscreme ohne Schnickschnack, im Sommer Sonnencreme und gut ist!

Der Konsum-Hype für Kosmetikartikel ist für mich absolut unverständlich und noch unverständlicher für mich ist, dass es eine Riesen-Armada von Bloggern – zumeist ja Bloggerinnen – gibt, die den ganzen Tag über nichts anderes machen, als Kosmetikprodukte aller Art auszuprobieren und darüber hysterische Artikel zu schreiben.

Was bitte, soll interessant daran sein, dass der –zig Millionste Lippenstift rausgekommen ist, in einer Farbe, die es so auch schon hunderttausendfach gab? Was gibt es da zu jubeln und – vor allem – WER bitte liest sowas?

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die damit beschäftigt sind, sich Blog-Artikel  durchzulesen, über irgendein neues Produkt aus den Drogerie-Märkten mit den meterlangen Regalen!

Sollte ich einen Lippenstift benötigen, dann ziehe ich los und kaufe mir den. Mich im Vorab darüber im Web zu belesen – auf eine solche Idee würde ich niemals kommen. Für Bücher träfe das zu, für Reisen und Ausflugsziele – ja! Doch nicht für irgendwelchen Kosmetik-Krimskrams!

Aber dennoch: scrollt man sich durch die sozialen Netzwerke, kann man drauf warten, dass einem schon morgens um zehn unzählige „Beauty-Blogs“ über den virtuellen Weg laufen. Da werden Nagellacke besprochen, Schminkpinsel präsentiert, diskutiert man über den neuesten Lidschatten.

Erwachsene Frauen freuen sich, wenn sie irgendeine Beauty-Box von einem  Kosmetik- oder Drogerie-Riesen übersandt bekommen haben, fotografieren den Inhalt und bloggen darüber.

Ich verstehe das nicht! Ich kann – sorry – daran nichts Sinnvolles finden!

Auch die fast hysterisch anmutenden, digitalen Freudentänze, wenn FRAU zu einem Blogger-Treffen in Sachen „Beauty & Kosmetik“ eingeladen ist, wirken auf mich irritierend und befremdend.

Ich frage mich: merken die alle nicht, wie sie zu kostenlosen (oder sehr günstigen) PR-Scouts mutieren und die gewinngierigen Konzerne wahrscheinlich vor Lachen (über so viel – nun –  Dummheit)  nicht in Schlaf kommen?! Angesichts der Heerscharen willig-naiver Lemminge, die kostenfrei oder für lächerliche Werbegeschenke respektive Kleinstbeträge  fleißig Produktwerbung machen?

Ich kann nur den Kopf schütteln über derlei Beschäftigungen, wobei das natürlich Privatsache und jedem selbst überlassen ist.

Allerdings: lohnt nicht vielleicht der Blick über den Tellerrand hinaus – gern auch nur in die Nachbarschaft? Eventuell ist ja hier die eigene Energie bei karikativen Projekten oder/und Menschen, die sozial benachteiligt sind, tausend Mal besser investiert, als stundenlang einen neuen Lipstick zu beschreiben?

Der sich – um ehrlich zu sein – doch nicht von einem Artikel unterscheidet, den es – sagen wir – 1987 auch schon gab! Mein Tipp an alle Beautyblogger/innen: mal drüber nachdenken!

So, das war der Gastartikel liebe Blogger/innen. Was haltet Ihr davon? Ist alles so, wie es dort geschrieben steht? By the way: Ich habe nichts gegen Beauty-Blogger/innen; das sind tolle, nicht ab-zu-wertende Menschen und Schreiberlinge. Und ich habe gerne Kooperationen mit Beautybloggern- auch und oft über das Bloggerherz

Nur stelle auch ich mir manchmal die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Ihr Euch eigentlich auch? Ich bin auf Eure Reaktionen sehr gespannt hier im Blog! Ich erwarte harten Tobak 🙂 – Los geht´s!

​Über den Autor

Christian Gera

​Ich blogge seit 2011 und bin bekannter ​Berufsblogger sowie Influencer, Hörbuchsprecher, Onlinedozent, Schriftsteller,Digitaler Produkte-Erschaffer&Onlinemarketing-Netzwerker. Mit Gemeinsam Wachsen habe ich eine Onlinemarketing Lernplattform aufgebaut, sowie mit Bloggerinterview.com die größte, automatisierte Interviewplattform gegründet.  Ich freue mich auf Ihre Anfrage- eine Leistungsübersicht finden Sie hier auf der Startseite.

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  1. Ich lese keine Beauty-Blogs. Deinen Artikel könnte ich wort für Wortunterschreiben. Aber gukc Dich doch mal um: In der U-Bahn, im Cafe usw. Die jungen Mädchen heute lieben es, sich zu schminken. Und manchmal denke ich, dass denen ein Workshop, ein erhellender Blog-Artikel gar nicht schaden könnte. Weniger Farbe, mehr Natürlichkeit. Aber wer will das schon? Ich habe mir nie viel aus Makeup, Lippenstift und Co. gemacht. Und ich wünschte, dass es die Mädels nicht so übertreiben würden. Aber muss jeder doch selbst für sich entscheiden. Man muss auch keine Beauty-Blogs lesen. Und kann FB-Gruppen meiden, die überquellen von den bunten Farben der Lippenstifte.
    Das ist nun meine ganz ungeschminkte Meinung. 😉
    LG
    Ulrike

    Reply

    1. Danke für Deine Meinung Ulrike. Dir noch einen schönen Tag. Sehe das ähnlich. Ich bin jedoch gespannt, wie das eine Beautybloggerin selbst sieht, die sich stundenlang mit solche Produkten beschäftigt. Was “reizt” sie daran, ist es “immer nur gerne”? oder “voller Überzeugung und Fröhlichkeit an den Produkten? Wann ist man ausgebrannt davon, wann will man mehr “inhaltliches” schreiben? Ich bin auf Eure Antworten gespannt! 🙂

      Reply

  2. Hmmm…. Schwieriges Thema…. Ich lese auch keine beautyblogs.
    Aber gucken wir doch mal wo der Blog herkommt? Es sollte mal ein online gefübrtes Tagebuch sein oder? Was hat das für einen Sinn?
    Und wer von uns schreibt das noch so?
    Viele schreiben doch über ihre Interessen und hobbies. Und wenn sich die mädels ebend gerne schminken, dann ist das so oder?
    Davon mal abgesehen fällt mir gerade ein, dass ich scgon gegoogelt habe welcher labello gut ist oder bei neuen, wie so die Erfahrungswerte sind.
    Ich finde jeder Blog hat seine Daseins Berechtigung.
    Es gibts für alles Abnehmer und so wie ich mal gehört habe, haben fashion und beautyblogger hohe aufrufszahlen, die kommen ja nicht von irgendwo.
    Und ich weiß auch vob manchen, dass die ne ganz gute Bezahlung für Ihre Empfehlungen bekommen.
    Natürlich nicht alle, aber ich mache ja auch kostenlos Werbung für länder letztendlich, wenn ich über meine reiseb ect. Schreibe.

    Und ich bin nun auch kein Fan von ökoduschzeug (Sry hört sich bei dir so an), auch das ist mir überlassen. Man könnte sich fragen, wo der Sinn hinter deinem Beitrag steht? Das könnteb wir uns dann bei allen Fragen.
    Also Leben und leben lassen 😉

    Reply

    1. Vielen Dank Marieke- leben und leben lassen fand ich immer schon gut. Bin auch ich ein großer Fan von 🙂 Der Artikel war doch ein Gastbeitrag einer Autorin und spiegelt nicht meine Meinung gänzlich darüber wieder; Sinn des Artikels ist die Hinterfragung der Sinnhaftigkeit wenn man “nur” über Lippenstifte bloggt beispielsweise. Ist das wirklich so ein weites Feld, oder auf Dauer befriedend für einen Blogger/eine Bloggerin?

      By the way: Ich stehe auch nicht auf “Ökoduschzeug” wie Du es so schön ausdrückst (aber die Autorin womöglich?); es muss aber auch nicht das “künstlichste” aller Shampos sein. Umwelt- und Nachhaltigkeits-Gedanken sollten schon sein beim Einkauf. Wir warten weiter auf die Reaktionen der tatsächlichen Beautybloggerinnen hier … wo seid Ihr?

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  3. Ich bin ja auch keine Beautybloggerin und wäre als solche auch dramatisch lächerlich, aber ich kenne persönlich welche. Echt. Und nun ausgerechnet die rauszugreifen ist schon etwas gemein. Mal ehrlich: es gibt Leute die schreiben über Wellensittiche, Briefmarken, Häkelanleitungen, Whisky oder Windeln. Ist doch schön, wenn sie das mit Leidenschaft tun und es niemandem schadet. Hej, die Welt ist bunt und mit den Beautybloggerinnen definitiv noch bunter. Wer will denn jetzt im Internet zwischen relevant und nicht relevant unterscheiden? Wenn man schon abstempeln will, dann nur noch witzig und nicht witzig. Ihr wisst schon…

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  4. Ich lese auch so gut wie nie Beauty- oder Fashion Blogs, wobei mir Berichte über Shampoos etc. die man nicht in jedem DM oder Rossmann bekommt doch schon eher gefallen. Es macht halt schon nen Unterschied, ob das Shampoo 3€ oder 15€ kostet, da interessieren mich die Erfahrungen anderer schon. Gleiches gilt dann für “hochwertige” (teure) KOsmetikartikel, nen Nagellack für 2€ wirft man halt schneller weg als einen für 20€. Wenn das 15/20€ Produkt aber nix taugt, hat man viel mehr Geld weggeworfen.
    Ansonsten finde ich es aber OK, wenn jemand darüber schreibt, auch wenn mir persönlich das völlig egal ist, ob mal wieder neue Lippenstifte auf den Markt kommen oder nicht. Mich interessieren Gemälde aber ebensowenig, ich kann also mit dem Hobby “Kunst” auch nicht viel anfangen. 😉

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