März 7, 2014

Wir alle kennen und sehen es jeden Tag, Stunde um Stunde: Unser mobiler Internetkonsum nimmt zu. Bei uns allen! Schnell mal die Bankdaten gecheckt, die Mails ob privat oder beruflich- all das überschneidet sich oft. Geht man durch die Stadt, kommt es mir oftmals schon wie eine Seuche vor, muss man doch jedem Fussgänger ausweichen, der so ziemlich “gegenwartsverloren” mit seiner Gerätschaft “auf Abwegen” ist.

Und nicht nur das: Jugendliche reden nicht mehr miteinander im Bus; sie schreiben sich- obwohl sie nebeneinander sitzen. Wo ist die Persönlichkeit geblieben?

Privat & offline läuft bei vielen auch nicht mehr viel, sondern eher alles online ab. Sind die Zeiten, wo man sich von Gesicht zu Gesicht verabredete & einfach nur die Freiheit/Freizeit/die Sonne genoss vorbei?

Neueste Umfrageergebnisse bringen einen Fakt hervor: WhatsApp ist stimmungsmäßig betrachtet auf Abstiegskurs. 1/3 aller Nutzer will wechseln, ist unsicher oder will gar aufhören es zu nutzen. Allerdings nur wegen dem Aufkauf von Facebook – welches ja nicht sonderlich für Datenschutz- Bemühungen bekannt ist, sondern eher DIE Datenkrake unseres Jahrhunderts verkörpert.

Sicherlich werden jetzt wieder so einige aufschreien…

….& sagen wie sinnvoll und toll dieser tolle WhatsApp-Echtzeit-Chat mit allen seinen Freunden ist, den Erfolg jener App bekunden usw.- und nein das hier ist kein sponsored Post für einen Alternativ-Anbieter wie Threema oder Telegram. Und doch sollte man sich- nicht nur weil man bequem ist & lieber die Macht der Gewohnheit nutzen will – Gedanken darüber machen, warum so viele abwandern.

Es ist einfach ein Fakt, dass ein Abwanderungswille da ist – was AUCH diese tolle Studie hier auf t3n belegt.

Datenschutz erscheint also doch wichtig – ist eine Rückkehr zur guten, alten SMS möglich?…

CIMG8623Bild: © Christian Gera

Mobilfunkanbietern vertrauen wir unser “Chat-Verhalten” zwar lieber an, aber ich denke, dass eine Rückkehr zur Good old SMS fragwürdig ist. Man ist einfach zu verwöhnt. Schliesslich ist es ja auch schön, toll und so einfach/kostenlos (eine SMS kostet immernoch 9 Cent, oder?) alles und jeden sogar mit Fotos in Echtzeit erreichen zu können. Zurück in die Steinzeit oder zu sonstigen “alten Wurzeln” will in unserer hoch-technisierten Welt doch wirklich niemand mehr! Und besagte (sicherere)Alternativen sind ja auch schon da & werden mit offenen Armen gestürmt (44,3% fliegen wohl Threema zu).

Gibt es noch weitere Punkte dagegen statt nur Datenschutz?

Oh ja, auch die gibt es: Die voranschreitende Internetsucht, die vor allem durch WhatsApp gefördert wird sowie auch die Kriegserklärung an viele Beziehungen wenn & wie man das ganze nutzt sind echte Krisenherde. Über WhatsApp Sucht und Beziehungsfrust hatte ich hier seinerzeit einen informativen Artikel geschrieben, der noch heute dazu sehr hoch bei Google ranked.

Was also tun?

Smartphone aus & raus! Das Leben, die Freundschaft, die Liebe wieder mehr wertschätzen. Das ist eigentlich alles. Ich wünsche Euch, dass es Euch auch ohne WhatsApp & Co. gelingen mag. Nicht mehr, nicht weniger, schönen Freitag!

Über den Autor

Christian Gera

Seit 2011 Berufsblogger hier auf Freizeitcafe.info, dazu Digitaler Produkte-Erschaffer, Buchautor & erfolgreicher Onlinemarketing-Netzwerker unter der eigenen Marke Bloggerherz & seit 2020 Hörbuchsprecher.


Auf Bloggerinterview.com habe ich die größte, automatisierte Interviewplattform Deutschlands gegründet.


Ich freue mich auf Ihre Anfragen zum Blogartikelschreiben, Hörbuch-Einsprechen, zu Kooperationen und mehr via christian@bloggerinterview.com

  • Also ich denke, WA oder nicht WA ist nicht mehr die Frage… jeder Chat-Dienst hat seine Sicherheitslücken und ist datenhungrig, der eine mehr, der andere weniger… und je mehr Mitglieder ein Dienst hat, umso intetessanter ist er natürlich für Datensammler. So wird auch jeder Alternativ-Dienst zu WA irgendwann genausviel Daten sammeln und weitergeben, wie WA.
    ABER… dass diese Internet- und Chatsucht wirklich beängstigend ist, kann wohl keiner mehr bestreiten. Wenn ich im Stadtbus unterwegs bin und überall nur Handys mit blauer oder grüner Statusleiste sehe, alle nur noch die Köpfe über ihr Smartphone stecken und niemand mehr miteinander redet, dann finde ich das doch mehr als erschreckend…
    Aber wie will man das noch aufhalten? Wir “ALTEN” treffen uns auf nen Käffchen in der Stadt, die Jugend trifft sich im Chat… schöne, neue Welt…

  • Ich will wechseln seitdem meine Schwester mir geschickt hat, wie viele Sicherheitslücken Whatsapp hat. Dies hat nicht unbedingt was mit der Übernahme zu tun. Ich habe mich schon vorher dazu entschlossen. Allerdings gibt es zur Zeit noch ein paar probleme mit dem Handy^^
    Facebook weiss jeder, wie es dort ist, was man posten darf und was nicht.
    Aber bei meinem Handy, in meinem privaten Leben, mag ich schon ein wenig Privatsphäre haben 😀
    Lg

  • Die Studie von t3n ist eine Umfrage unter den eigenen Lesern, die vom nicht technikaffinen Deutschen wahrscheinlich kategorisch als Nerds bezeichnet werden dürften. Dass ein Drittel der WhatsApp Nutzer wechseln will, glaube ich nicht. Ich habe meine eigenen Kontakte geprüft und bei mir selbst Threema und Telegram installiert. Das Ergebnis: 3 sind bei Telegram und 1 bei Threema. Nicht gerade eine Abkehr von WhatsApp.

  • Hallo Christian!

    Danke für deinen tollen Artikel! Du hast mir quasi direkt aus dem Herzen gesprochen: Ich finde diesen ständigen Druck, immer und überall erreichbar zu sein auch einfach nur lächerlich und anstrengend. WA und Facebook sind mittlerweile für viele schon so eine Art Freunde- und Beziehungsersatz, deshalb werden auch die geheimsten Gedanken und Wünsche auf der Plattform gepostet oder weitergegeben. Im Gegensatz zu einem Vier-Augen-Gespräch bieten soziale Netzwerke aber wenig Sicherheit, die privaten Aussagen werden gespeichert für die Ewigkeit. Ein Mensch vergisst wieder, das Internet nicht. Ein Umstieg ist sicher sinnvoller, als aus Bequemlichkeit dauerhaft bei WA zu bleiben. Noch besser wäre wahrscheinlich ein völliger Ausstieg aus diesem System – in der heutigen Zeit aber gerade als Jugendlicher/junger Erwachsener nur mehr schwer vorstellbar.

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