Sommerzeit ist Reisezeit: Die Ferien werden natürlich gerne im sonnigen Ausland verbracht, immer häufiger auch in ferneren Destinationen. Wie der Reiseveranstalter Thomas Cook kürzlich bekannt gab, kann ein allgemeiner Trend zur Fernreise verzeichnet werden; die Wachstumsrate liegt jährlich im zweistelligen Prozentbereich. Doch kommt es hier zu einem Verlust der Kreditkarte oder des mitgenommenen Bargelds, stehen Urlauber schnell vor einem Problem.

EC-Karte funktioniert nur in Europa

In finanzieller Hinsicht gibt es durchaus einen großen Unterschied, ob nach Mallorca oder Ko Samui gereist wird: Während es in Spanien problemlos möglich ist, mit seiner EC-Karte Geld vom Girokonto abzuheben, bleibt diese Möglichkeit auf der thailändischen Ferieninsel verwehrt. Fernreiseziele bedingen also entweder die Mitnahme von viel Bargeld, oder einer Kreditkarte. Kommt es hier zu einem Verlust, drohen ernsthafte Schwierigkeiten. Ein irisches Startup verspricht nun Hilfe.

Online-Dienstleister hilft aus der Klemme

Ein neuer Online-Dienstleister möchte daran nun etwas ändern: Azimo erlaubt weltweite Geldtransfers – und das schnell und günstig. Die eigentliche Besonderheit besteht aber darin, dass durchaus auch Barauszahlungen möglich sind. Das Geld kann dann entweder von einer Bank- oder Postfiliale abgeholt werden – womöglich direkt in der Shopping Mall. Je nach Situation ist es sogar möglich, das Geld direkt bar zu liefern und die Transaktion damit noch weiter zu vereinfachen. Ein deutlicher Vorteil liegt in den geringen Gebühren: Für konventionelle Banküberweisungen, die nicht im europäischen SEPA-Zahlungsraum getätigt werden, entstehen hohe Kosten. Bei Azimo müssen nur geringe pauschale Beträge gezahlt werden, die nicht vom gesendeten Geldbetrag abhängen. Ein weiterer Vorteil: Die gesamte Abwicklung ist online möglich, wofür die Website oder eine Android- bzw. iOS-App zur Verfügung steht.

Auslandsüberweisung: teuer und langwierig

Zu den hohen Kosten der Auslandsüberweisung kommt noch die Problematik, dass der Vorgang durchaus einige Tage in Anspruch nimmt – bei einer Überweisung nach Asien oder Afrika können durchaus mehr als zwei Wochen vergehen, ehe der Betrag gutgeschrieben wird. Für den gestrandeten Urlauber ist dies natürlich keine Option, zumal ohnehin ein Konto im Ausland benötigt wird. Weiterhelfen kann in absoluten Notsituationen allerdings die deutsche Botschaft oder ein Konsulat, sofern alle weiteren Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Dies kann man schrittweise bedeuten, dass eigene Verwandte nicht erreicht wurden oder die Transaktionen zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Wird hier eine kleinere Geldsumme ausgelegt, muss allerdings eine Rückzahlung erfolgen.

Fazit: doppelte Absicherung empfehlenswert

Daraus ergibt sich die Feststellung, dass in jedem Fall eine Sicherheit vorhanden sein sollte. Neben der unbedingt benötigen Kreditkarte sollte die Fernreise nur mit einem weiteren Zahlungsmittel angetreten werden. Neben einer zweiten Kreditkarte, die getrennt von der ersten aufbewahrt wird, kommen beispielsweise auch Reisechecks in Betracht. Bei der Vorlage kann eine vorher festgelegte Summe ausgezahlt werden – hoffentlich genug, um noch einen schönen Urlaub zu verbringen.

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