Ist es eigentlich möglich, dass Männer Frauen verstehen können – und umgekehrt? Aus dem Bauch heraus, würden wohl einige ironisch mit „Nein“ oder „Das war noch niemals so“ antworten, und dies auf ein Ereignis zurückführen, dass das passenderweise bekräftigt. Aber vielleicht stimmt dieses Vorurteil ja wirklich?

Schöne, alte Vorurteile

Es klingt vielleicht wenig überraschend, wenn eine Studie behauptet, dem Mann gehe es mehr um Kraft und Ego und nicht wie der Frau um Eleganz und Harmonie. Wenn dieses Klischee aber dann tatsächlich so bestätigt, es schwarz auf weiß festgeschrieben wird, ist das für den ein oder anderen aber wohl doch etwas überraschend…

Eine Verbraucherumfrage im Aufrag der Namensfindungsagentur Nomen International aus Düsseldorf führte diesbezüglich eine Umfrage durch, in welcher Männer und Frauen 46 unterschiedliche Autonamen vorgestellt wurden. Aber Achtung: Diese Bezeichnungen gibt es (noch) gar nicht. Entweder wurden den Teilnehmern reine Phantasienamen oder Namen für Prototypen genannt. Dabei hatten beiden Geschlechter dieselbe Aufgabe: entscheiden, welcher Name am besten klingt….

Am Ende war es dann so, dass sich Modell-Bezeichnungen wie „Polestar“ und „Bugster“ mit „Sunbeat“ und „Gloria“ duellierten.

Hier reift vor allem eine Erkenntnis: Die ersten beiden Autos, die von den Männern gewählt wurden, sprühen vor Kraft und Testosteron, die von den Damen bevorzugten, richten sich eher an den Urlaub, die Entspannung und an die Sympathie zum eigenen Geschlecht („Gloria“).

Autonamen, die Anglizismen beinhalten, kommen bei den Jüngeren übrigens weitaus besser an (zum Beispiel „Surf“ oder „Mighty“).Sie versprühen besonders Sport- und Abenteuergeist. Über 44-Jährige favorisieren eher lateinische Wortschöpfungen wie „Venator“ (Männer) oder „Gloria“ (Frauen).

Frauen gegen Frauenautos

Doch trotz aller Klischees: Frauen mögen es nicht, wenn man ihnen das typische „Frauenauto“ vorhält. Die Assoziationen zu dem kleinen, runden und am besten noch rosafarbenen Auto sind längst von vorgestern. Vorausgesetzt, dass sie überhaupt jemals aktuell waren. Doris Kortus-Schultes, die Leiterin des Kompetenzzentrums Frau und Auto, bestätigt, dass Frauen sich gegen das „Frauenauto“ wehren würden. Unterschiede bei der Modellauswahl gibt es aber – und das beläuft sich nicht nur auf Autonamen.

Das Marktforschungsinstitut der Hochschule Niederrhein hält fest, dass bei der männlichen Fahrzeug-Innenausstattung vor allem Wert auf Sachen wie Freisprechanlagen, MP3-Player und andere technische Features gelegt wird, während eine Frau eher auf große Ablageflächen im Innenraum oder eine Einparkhilfe setzt – immer mit Bedacht auf die Sicherheit der Kinder. Aber um auch mal eine Gemeinsamkeit zu nennen: Beiden Geschlechtern ist die Sicherheit und ein günstiger Verbrauch sehr wichtig.

Von der Liebe zur Heimat und der Lust am Auto

Ein weiterer gemeinsamer Unterschied entpuppt sich bei der Wahl der Automarke. Laut der Aral-Studie „Trends beim Autokauf “ setzt sowohl die Frau als auch der Mann bestenfalls und oft auf heimische Autos. Insbesondere hat Volkswagen davon natürlich immer profitiert. Seit 10 Jahren fällt die Wahl zuerst auf ihn, wenn es um die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs geht. Auch wenn dies natürlich in letzter Zeit durch die Skandale womöglich in Schieflage geraten ist. Auf dem Markt der (auch Internet-)- Möglichkeiten jedenfalls herrscht die freie Auswahl an Modellen, Marken und Wunscheinrichtungen. Hier wird man fündig.

Neue Trend-Autos jederzeit und gemeinsam im Netz entdecken

Aber auch das ist – nicht die einzige Kooperation zwischen den Geschlechtern: Heutzutage lässt sich zwar im Internet ganz einfach das Traumauto finden und kaufen. Laut der Umfrage des Marktforschungsinstitutes der Hochschule Niederrhein wird aber auch klar, dass besonders vor dem Kauf Unsicherheiten bei Frauen auftreten. Dies liegt oftmals im fehlenden Fachwissen begründet. Ratschläge holen sie sich aus diesem Grund gerne vom anderen Geschlecht ein 😉

Und deshalb stellt sich unterm Strich vor allem eines heraus: Ein friedliches Miteinander und die Erkenntnis, dass Frauen und Männer wohl doch die gleichen Sprachen sprechen. Diesbezüglich allseits freie Fahrt für Euch – hoffentlich noch Schneefrei – an den kommenden Weihnachtsfeiertagen…